Fachthema Ein unsichtbares Heizsystem

Sonnenwärme statt Öl und Gas


So mancher Bauherr möchte gern Solarenergie nutzen. Da ist zum einen die kosten- lose und nahezu unbegrenzte Energie der Sonne, andererseits jedoch stören sich viele Eigentümer an den klobigen Solarkollektoren oder den großflächigen Solarzellen auf dem Dach. „Das stört doch das Gesamtbild meines schönen Hauses“, meinen viele, „bei allem Verständnis fürs Energiesparen“. Und so verzichten sie auf Solarthermie-Systeme. Unsere Redaktion hat jetzt eine neuartige Solarvollheizung entdeckt, die auch diese Skeptiker überzeugen könnte. Gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Förderung erneuerbarer Energien. Solardachpfannen heißt das Zauberwort. Die Dachziegelwerke Nelskamp in Schermbeck entwickelten diese neuen Solardachpfannen (SDP). Sie nutzen die Wärme der Umgebungsluft und versorgen das Haus ganzjährig mit Wasser zum Heizen und Duschen. Und das, ohne die Optik des Daches zu stören oder gar zu zerstören. Über die Kollektoren gewinnt die Solarvollheizung selbst dann noch Wärme aus regenerativer Energie, wenn die Sonne nicht scheint - ganz ohne Einsatz fossiler Brennstoffe. Die neuen Solarkollektoren von Nelskamp fügen sich harmonisch in die Flächenstruktur des Daches ein. Gefertigt aus eloxiertem Aluminium sind sie erhältlich in in den Farben Rot, Braun oder Schwarz. Dadurch unterscheiden sie sich weder in Farbe noch in Form von den Trägerpfannen. Das SDP-Heizsystem besteht aus Wärmepumpe und -tauscher. Durch Wärme-Egalisation gewinnen die Kollektoren - sie werden von einer speziellen Flüssigkeit durchströmt - selbst bei bedeckten Himmel thermische Energie aus der Luft. Das funktioniert das ganze Jahr hindurch, sogar nachts und auch im Winter. Etwa 24 Quadratmeter Kollektorfläche decken bereits rund 95 Prozent des Warmwasser-Bedarfs eines Einfamilienhauses ab. Das schont Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen. Die Solardachpfannen werden wie herkömmliche Dachziegel verlegt - ohne zusätzliche Anforderungen an die Unterkonstruktion. Der Dachdecker stellt nur die Verbindung zwischen den vormontierten Kollektorpfannen her und dichtet alles ab. In die Dachkonstruktion muss er nicht eingreifen. Daher eignet sich das System auch ideal für einen nachträglichen Einbau.

Foto: Nelskamp, Schermbeck

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