Gebäudesystemtechnik

Vernetzte Elektrotechnik in den eigenen vier Wänden schafft mehr Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz. Sie bietet Unterstützung im Alltag für Jung und Alt. Die Anforderungen an die Wohnumgebung können sich im Verlauf der Nutzungsphase ändern. Ein intelligentes Haus kann auf diese Änderungen so reagieren, dass die jeweiligen Ansprüche der Hausbewohner möglichst optimal realisiert werden. Ein Haus, das mitdenkt und es dem Bewohner in den eigenen vier Wänden besonders angenehm macht, das klingt wie Zukunftsmusik. Doch schon heute kann das intelligente Haus, in dem die technischen Geräte miteinander vernetzt sind und sich individuell steuern lassen, seinen Bewohnern den Alltag maßgeblich erleichtern. Zum Beispiel durch eine Lichtsteuerung: Auf Wunsch sorgen Helligkeitssensoren tagsüber im ganzen Haus für eine Beleuchtung, die sich dem Sonnenlicht anpasst. Verlässt man das Haus, reicht ein Knopfdruck, und im gesamten Haus gehen die Lichter aus. Nur ein Tastendruck genügt auch, um am Abend spezielle Lichtszenen einzustellen. Ein Orientierungslicht schaltet sich automatisch ein, wenn man nachts das Bett verlässt. Ein Panikschalter sorgt bei einem Einbruchsversuch für helles Licht im und um das Haus. Heizung und Klima sind beim intelligenten Wohnen ebenfalls automatisch geregelt. So messen Sensoren, ob ein Fenster geöffnet ist und senken in diesem Fall die Heizung ab. Auf Wunsch lassen sich gleichzeitig im ganzen Haus die Rollläden schließen, nicht benötigte elektrische Verbraucher ausschalten oder die Heizung absenken. Ist der Bewohner unterwegs, kann er außerdem Fehlermeldungen der Geräte auf dem Handy empfangen. In Sachen Energieeffizienz liegen die Vorteile der Hausautomatisierung also auf der Hand. Die Technik unterstützt den Menschen und regelt den Energieverbrauch genau nach dem tatsächlichen Bedarf der Bewohner. Interessant ist das intelligente Wohnen für alle Zielgruppen, vom jungen Technik-Freak bis zum älteren Menschen. Viele Anwendungen erleichtern es älteren Menschen, länger selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Für mehr Sicherheit und Komfort sorgt hier beispielsweise das Ausschalten aller nicht benötigten Verbraucher von einer zentralen Stelle aus. Beim Verlassen des Hauses werden dann Kochfelder, Kaffeemaschine oder Bügeleisen automatisch ausgeschaltet. So bleibt kein elektrisches Gerät, das zur Gefahr werden kann, unbemerkt an. Nach Inbetriebnahme der Anlage durch ein qualifiziertes Elektro-Handwerksunternehmen, können die Nutzer alle gewünschten Einstellungen an ihrer Anlage selbst vornehmen. Wer es lieber bequem mag, kann auf Voreinstellungen zurückgreifen oder die Änderungen und Anpassungen ebenfalls von einem Systemintegrator durchführen lassen. Die Auswahl an Bedienelementen reicht vom Taster an der Wand über berührungsempfindliche Bildschirme an zentraler Stelle bis hin zum mobilen Minicomputer, der eine Steuerung aus der Ferne ermöglicht. Basis für ein intelligentes Gebäude ist eine geeignete elektrotechnische Infrastruktur. Neben den Leitungen für das Stromnetz, muss bei der Planung auch an die Datenleitungen für die Gebäudesteuerung und für die Multimedia- sowie Kommunikationstechnik gedacht w erden. Um nachträgliche Änderungen und Erweiterungen möglichst einfach zu gestalten, bietet sich der Einsatz von Installationskanälen oder Leerrohren an. Denn nur so kann die elektrotechnische Anlage ohne großen Aufwand geändert und angeglichen werden. So passt sich beim intelligenten Wohnen das Haus jederzeit an die Bedürfnisse der Bewohner an.

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