Erneuerbare Energien

Wer erneuerbare Energien zur Raumwärme-Gewinnung und für warmes Wasser verwendet, kann sich glücklich schätzen, denn er ist von der aktuellen Preisentwicklung weit weniger betroffen als andere. Wer gleichzeitig sein Haus dämmt, sorgt für einen nachhaltig niedrigen Energieverbrauch. Vor dem Hintergrund steigender Preise und wachsender gesetzlicher Anforderungen erscheint die Nutzung alternativer Heizarten immer attraktiver. Das gilt zum Beispiel für den nachwachsenden Rohstoff Holz. Heizungen, in denen Holzpellets verbrannt werden, werden immer beliebter. Pellets werden aus getrocknetem Naturholz ohne die Zugabe von chemischen Bindemitteln gepresst. Die Wärmeerzeugung mit Holz zeichnet sich durch eine gute Umweltbilanz aus, weil die Pellets bei ihrer Verbrennung nur so viel Kohlendioxid an die Umwelt abgeben, wie der Baum vorher beim Wachsen aufgenommen hat. Dank modernster Techniken arbeitet ein Pelletkessel fast so bequem wie eine Öl- oder Gasheizung. Während bei herkömmlichen Öfen die Pellets per Hand nachgefüllt werden mussten, versorgt den modernen Kessel entweder eine automatisierte Förderschnecke oder eine Sauganlage. Die anfallende Asche muss nur etwa alle zwei bis drei Monate entfernt werden und bereichert den eigenen Garten als wertvolles Düngematerial. Holzpelletheizungen lassen sich gut mit Solaranlagen zur Warmwassergewinnung kombinieren. Die Energie der Sonne ist (nahezu) kostenlos und praktisch unerschöpflich. Mit Sonne lässt sich nicht nur Wasser erwärmen, sondern sogar kochen. Auch die Heizung kann mit Sonnenenergie unterstützt werden. Das Herzstück einer thermischen Solaranlage bilden ihre Kollektoren. Sie nehmen das Sonnenlicht auf und wandeln es in Wärme um. Um die mit den Kollektoren eingefangene Energie zu bewahren, benötigt eine Solarthermieanlage einen ausreichend großen Speicher. Die Sonnenkollektoren sind im Idealfall nach Süden ausgerichtet. Doch auch eine Abweichung von bis zu 30 Grad verursacht nur geringe energetische Einbußen. Solaranlagen zur Warmwasserbereitung zeichnen sich durch eine einfache Anlagentechnik aus und sind inzwischen technisch ausgereift. Sowohl beim Heizen und Kühlen als auch bei der Warmwasserbereitung bieten Wärmepumpen entscheidende Vorteile. In einem gut gedämmten Gebäude kann eine Wärmepumpe bis zu viermal mehr Wärme erzeugen, als sie Strom für ihren Antrieb braucht, denn hier muss das Heizwasser nur auf maximal 35 Grad erwärmt werden. Heizungswärme wird bei der Wärmepumpe nicht durch Verbrennung, sondern durch Entzug der in Luft, Wasser oder Erdreich gespeicherten Sonnenwärme gewonnen. Das Prinzip funktioniert wie ein herkömmlicher Kühlschrank, der den eingelagerten Lebensmitteln ihre innere Wärme entzieht und diese auf seiner Rückseite wieder an den Raum zurück gibt. Im Umkehrbetrieb bewirkt das System erfrischende Kühlung, indem Wärme aus dem Inneren eines Gebäudes wieder an die Umwelt nach außen abgegeben wird. Anders als bei Klimaanlagen erfolgt die Raumkühlung ohne Zusatzinstallation, sowie geräuschlos und zugfrei. Mit einer guten Wärmedämmung und effizienter Haustechnik sind Nutzer von erneuerbaren Energien auf der sicheren Seite.

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