Bauhaus

1919 gründete Walter Gropius in Weimar eine Kunsthochschule für Architekten, Künstler und Designer, an der Modernität und Funktionalität forciert und neue Produktionsformen getestet wurden - das Staatliche Bauhaus. Bedeutende Künstler konnten für das Bauhaus gewonnen werden, wie Lyonel Feininger, Josef Albers, Paul Klee und Oskar Schlemmer. 1926 wurde das von Gropius entworfene neue Bauhausgebäude eingeweiht. Das nahezu vollständig verglaste Gebäude vereinigte die entwickelten Vorstellungen von Wohnen und Arbeiten. Die Schule, in der Künstler mit ihren Visionen experimentieren und neue Ausdrucksweisen entwickeln konnten, bestand bis 1933. Noch heute prägt sie wesentlich das Bild deutscher Entwurfskultur im Ausland. Umgangssprachlich wird der Begriff „Bauhaus” oft mit der modernen Architektur oder Design gleichgesetzt. Im Jahr 1928 trat Gropius als Direktor zurück und schlug den Schweizer Architekt Hannes Meyer als seinen Nachfolger vor. Der Architekt Ludwig Mies van der Rohe leitete das Bauhaus ab 1930. Nach seiner teilweisen Zerstörung im Jahr 1945 wurde das Gebäude des Bauhauses in Dessau erst 1976 wieder aufgebaut.

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