Sicherheit

Urlaubsfest und einbruchsicher Alle zwei Minuten, so die Statistik, erfolgt in Deutschland ein Einbruch. Seit Jahren stetig zunehmend. Nahezu täglich bringt die Tagespresse erschreckende Meldungen von Einbrüchen in Privathäuser. Die Bilanz: Durchwühlte Räume und Schränke, gestohlene Notebooks, Gemälde und Kunstgegenstände, Uhren oder Bargeld. Und, als wären diese Verbrechen noch nicht ärgerlich genug, so sind immer wieder ganz persönliche, unwiederbringliche Gegenstände die Diebesbeute. Eine gute Versicherung zu haben kann beruhigend wirken, denn sie hilft meistens beim Ersetzen der materiellen Schäden. Aber wer ersetzt die ideellen Schäden? Und wesentlich beunruhigender sind die Auswirkungen auf die Betroffenen, denn der schwerwiegende Eingriff in die Privatsphäre hat erfahrungsgemäß nachhaltige Folgen für das eigene Sicherheitsgefühl. Im Schutz der Dunkelheit schlagen Einbrecher besonders gerne zu. In der dunklen Jahreszeit haben Diebe Hochkonjunktur. Allerdings nutzen sie auch günstige Gelegenheiten außerhalb dieser „Saison“, so etwa in der Urlaubszeit. Der Erfindungsreichtum der Diebe ist dabei so grenzenlos, wie von den Eigentümern unbewusst bereitgestellte Einstiegshilfen, etwa Gartenmöbel, die Hundehütte, die nicht weggeräumte Leiter oder ein Rankgitter. Schwer einzusehende Bereiche, wie die rückseitige Terrassentür oder der Kellereingang sind beliebte Punkte für einen Einstieg. Aber ganz dreiste Diebe gehen auch den direkten Weg durch die Haustür. Eine ungesicherte Haustür ist im Handumdrehen aufgehebelt, eine Scheibe „fachmännisch“ nahezu geräuschlos eingeschlagen. Die Statistik zeigt auch, dass der Dieb zumeist aufgibt, wenn er nicht innerhalb von fünf Minuten ins Gebäude gelangt ist. Bauherren sollten es daher diesen ungebetenen Gästen so schwer wie möglich machen, die erste Schwelle zu überwinden. 37 % aller Einbrüche scheitern an der richtigen Sicherheitstechnik. Wirksamer Schutz beginnt bereits beim Zugang auf das Grundstück. Wie einladend ein Grundstück ist, kann man mit einer bewussten Gestaltung, etwa durch eine Einfriedung, beeinflussen. Schon eine am Grundstückstor installierte Türsprech- oder Videoanlage kann Diebe abschrecken. Bewegungsmelder schalten zusätzliche Aussenbeleuchtung ein und erhellen das Gelände und dunkle Ecken. Haustüren sollten massiv und einbruchshemmend sein. Viele Türen sind bereits allein mit körperlicher Gewalt ohne den Einsatz von „Werkzeug“ zu überwinden. Wenn nicht schon am Grundstückstor, so sollte spätestens hier an der Haustür eine Videosprechanlage zeigen, wer draussen steht. Komfortabel und sicher lassen sich Haustüren heute mit einem elektronischen Schlüssel fernbedienen oder über ein Fingerprintsystem oder eine Magnetkarte schließen und öffnen. Fenster sowie Terrassen- und Nebentüren oder Kellereingänge sind Schwachpunkte, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Fachbetriebe bieten umfangreiche Sicherungseinrichtungen, vom Fensterrahmen mit Magnetkontakten über Sicherheitsbeschläge bis zu einbruchhemmenden Verglasungen. Selbstverständlich werden Rollläden in das Sicherheitskonzept integriert. Modernste Modelle zum Beispiel fahren automatisch herunter, sobald sich ein Dieb daran zu schaffen macht. Empfehlenswert sind in jedem Falle Rollläden der einbruchhemmenden Widerstandsklasse 2. Sind im Erdgeschoss alle Einstiegsmöglichkeiten gut gesichert, steigen Langfinger nicht selten auch aufs Dach. Sind Dachfenster so erreichbar, müssen sie ebenfalls gesichert sein. Einen weiteren Angriffspunk für Einbrecher bildet eine Garage, insbesondere, wenn eine Verbindungstür ins Haus besteht. Elektrisch angetriebene Garagentore sind nicht nur komfortabel, durch die Selbsthemmungen der Antriebe werden die Tore zudem fest verriegelt. Hat eine Garage Fenster, so sind auch diese bei den Sicherungsvorkehrungen zu bedenken. Orientierung und Sicherheit bei der Auswahl von Sicherheitsprodukten gibt das Gütesiegel von VdS Schadenverhütung. Vds-anerkannte Produkte erfüllen strengste Kriterien zu Funktionssicherheit, Beständigkeit und Zuverlässigkeit. Mechanische Sicherungseinrichtungen stehen an erster Stelle und bieten, sorgfältig aufeinander abgestimmt, wirksamen Schutz. Sie setzen den Tätern einen bestimmten Widerstand entgegen und können in den meisten Fällen einen Einbruch vereiteln. Sie sind die Basis für einen nachhaltigen Einbruchschutz. Einbruchmeldeanlagen hingegen können nur Alarme melden. Ihr Vorteil jedoch liegt in der abschreckenden Wirkung. Das Risiko für den Täter, entdeckt zu werden, wird damit erhöht. Ideal ist eine Kombination mechanischer Einrichtungen mit einer Alarmanlage und die Anbindung an ein Sicherheitsunternehmen, das im Alarmfall weitere definierte Schritte zur Abwehr einleiten kann.

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